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1995

"Hallo zu all unser freunds auf der Bauis Hamburg und Norderstedt. Wir hoffnung dat du be all O.K und dat wir wille treffen unser alt und neu freunds auf Mai wann wir besuchen du." Dieser Brief der Kinder vom Garston Adventure Playground in Liverpool, mit dem unser Baui schon viele Jahre befreundet ist, erreicht uns Anfang des Jahres 1995. Ein paar Monate später ist es dann so weit: Das Baui-Empfangskomitee begrüßt unsere englischen Freundinnen und Freunde am Fähranleger in Hamburg. Zehn Tage lang wird nun gemeinsam gespielt, gekocht, gebaut, eine Kanutour unternommen und drucken gelernt. Noch internationaler wird es an einem Nachmittag an der Feuerstelle, als eine Musikgruppe aus Nicaragua, die sich gerade auf Europatournee befindet, dem deutsch-englischen Auditorium ein Ständchen bringt. Es ist schön, in vielen Ländern Freunde zu haben!

Ein abenteuerliches Wochenende erleben sieben wagemutige Bauikinder Anfang September im Weserbergland: Steile Felswände erklimmen, sich aus schwindelerregender Höhe abseilen, bei Regen ohne Zelt im Wald übernachten... nur etwas für Spinner oder Überlebenskünstler? Keineswegs! Die Gruppe hatte sich wochenlang an der Kletterwand der Bruno-Tesch-Gesamtschule vorbereitet, Kletter- und Sicherungstechniken trainiert, Halbmastwurf und Sackstich gelernt und sich mit Karabinern und Abseilachtern vertraut gemacht, bevor es auf die allererste Kletterreise des Abenteuerspielplatzes geht. Und wer hätte das gedacht? Die Großstadtkinder von der Elbe schlagen sich beachtlich in der bergigen Wildnis. Der anfängliche Bammel vor der Höhe verfliegt schnell, so dass schließlich auch scheinbar unbezwingbare Felswände erklommen werden. Nach einem ereignisreichen Tag wird die Nacht dann zünftig an einer Biwakstelle im Freien verbracht, von einem mächtigen Felsdach vor Wind und Wetter geschützt. Nach dieser großartigen Erfahrung wird es sicher noch viele Baui-Kletterabenteuer geben.

Und dann ist da noch dieser Artikel in der Mopo:

"POLIZISTEN JAGTEN FEDERVIECHER.  St. Pauli - Ein Huhn und ein liebestoller Täuberich haben gestern einen Polizeieinsatz in St. Pauli ausgelöst. Ein Passant entdeckte die Federviecher, alarmierte die Polizei. Eine Streifenwagenbesatzung stellte das Duo nach kurzer Verfolgung. Der Täuberich, ein außergewöhnlich großes Exemplar, hatte das Huhn bedrängt und verfolgt..."

Tja, denkt man sich auf dem Baui nach genauerem Nachzählen im Hühnerstall, das kann ja nur unser kleines Schwarzes sein. Wir können es schließlich wieder im Tierheim in der Süderstraße abholen. Das Gegacker im Hühnerstall ist groß, als die Eierproduktion wieder vollzählig vonstatten gehen kann. Und, liebe Leute, wenn bei euch mal ein Huhn auftaucht, fragt doch mal auf dem Baui nach.